HEIKE KLUSSMANN BERLIN
Kontakt: klussmann[at]gmx.net

Berlin Alexanderplatz – Kaufhof Reverse
Fotomontage / Filmmontage

Heike Klussmann begleitet in ihrer künstlerischen Arbeit seit 1999 die Veränderungen des Berliner Alexanderplatzes und den Umbau der zentralen Gebäude auf dem Alexanderplatz: das Haus des Lehrers, der Kaufhof, gebaut als Centrum Warenhaus, das Forum Hotel gebaut als Hotel Stadt Berlin und der Tiefbunker Alexanderplatz. Daraus ist ein umfangreicher, vielteiliger Werkkomplex entstanden, der als Portraits der Gebäude und ihrer Umgebung zu verstehen ist. Sie vermitteln in unterschiedlichen Ausschnitten, Perspektiven und Medien die eigene Herkunft, Struktur und Präsenz und verweben Realität und Fiktion zu einem Dokument möglicher individueller und gesellschaftlicher Erinnerung.
In der Ausstellung „Die Gegenwart des Vergangenen“ wird Heike Klussmanns Arbeit »Berlin Alexanderplatz – Kaufhof Reverse« zu sehen sein. In „Berlin Alexanderplatz – Kaufhof Reverse“, folgt Heike Klussmann der Vorstellung, dass ein Gebäude wie ein autonomes Wesen selbst auf seine Umgebung blickt. Sie konstruiert den Blick des Kaufhof-Gebäudes, des ehemaligen Centrum-Warenhauses, auf dem Alexanderplatz. Kurz vor dem Abbau der Fassade nimmt sie 4082 Kleinbilfotografien auf, durch jedes Loch der Fassade, von innen nach außen, und setze sie wieder zu vier Fassadenseiten zusammen (je 560cm×160cm). In der gleichnamigen Filmarbeit (16mm-loop / 2 min 43 sec 7 frames) sind diese Einzelbilder hintereinander montiert. Es entsteht eine fiktiven Kamerafahrt durch die Zeilen der Fassade.

VITA

Heike Klusmann (*1968) studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und an der UdK, Berlin, sie erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, u.a. vom Berliner Senat, der Stiftung Kulturfonds, der Villa Aurora Foundation for  European American Relations Los Angeles, der Grundkreditbank, das Goslarer Kaiserringstipendium. Ihre Werke befinden sich in öffentlichen Kunstsammlungen wie der Berlinischen Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, Landesmuseum Rheinland Pfalz, Mönchehaus Museum für moderne Kunst. Sie ist Mitbegründerin der Künstlergruppe STADT IM REGAL. Ihre Arbeiten sind seit 1992 in zahlreichen nationalen und internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten.

Ausstellungen/Auswahl: „Bau“, Galerie Antje Wachs, Berlin, 2007; „Bungalow im Sesselclub“, Stadt im Regal, Akademie der Künste Berlin, 2007; „Talking Cities“,Zeche Zollverein Essen, Entry 2006; „Werkschau“, M12, visomat inc. Berlin, 2006; „Transatlantische Impulse“, Martin Gropius Bau, Berlin, 2005; „She was here at a good time and she had a good time when she was here“, Friedrichsbau Bühl, 2004; „Monochrom City“, Haus des Lehrers Berlin, Norwich Gallery UK, Goethe Institut Budapest, 2001–03; KW Institute of Contemporary Art Berlin, 2002; Offspace Wien, „mahagoni“, Stadt im Regal, 2002; „520, Paseo Miramar“, DAAD Galerie Berlin, 2001; „With / Out of Space“, China Art Objects Gallery, Los Angeles.