MANDY GEHRT LEIPZIG
Kontakt: mandygehrt[at]yahoo.de

"Haus der Kultur" (Arbeitstitel)
Installation


Der sich wandelnde Raum eines sozialistische Repräsentationsbaus in Gera wird in einem Video mit der Geschichte eines Menschen verknüpft. Raum und individuelle Biographie spiegeln sich gegenseitig in einander wieder. Die so entstehenden Bilder und sprachliche Formen stehen zum einen für die Umbrüche der jüngsten Zeitgeschichte Ostdeutschland, zum anderen im abstrakteren Sinne für allgemeinmenschliche Erfahrung von Umbruch, Unbeständigkeit und Wandelbarkeit.
Mit dem Projekt „Haus der Kultur“ wendet sich die Künstlerin Mandy Gehrt erneut der Wiederspieglung von gesellschaftlichen Prozessen in individuellen Geschichten zu. Wie schon in ihren Projekten "Erbstücke" (2007), "Drum prüfe, was sich ewig bindet..." (2006) und "Aischa" (2005) wird jedoch individuell erlebtes verfremdet indem es von ihr selbst, mal als Erzählerin, mal als Akteurin dargeboten wird. Dadurch soll die Unverbindlichkeit des Individuellen in eine zwar immer noch subjektive, aber auch abstrakte, metaphorische und zugleich auch kritische und kritisierbare Perspektive verschoben werden.

VITA
Mandy Gehrt (*1977, Gera), Studium der Germanistik und Kunstpädagogik an der Universität Leipzig, 2000/2001 Studium der Germanistik und der norwegischen Sprache an der Universität in Oslo, Druckgrafikstudium am Oslo University College, Faculty of Fine Art and Drama. 2001/2002 Aufbaustudium am National College of Art and Design Oslo, Department of Printmaking. Seit 2002 Projekt Erfahrungsraum Leipzig – Deutsche Frauen, die zum Islam konvertieren (Performances, Fotos, Multimediainstallationen, Video, Collage). 2005 "Der Feind im Kopf", Galerie der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig, 2006 "Kultur der Angst", Leipzig, Halle 14.