Ausstellung

Der Umgang mit Repräsentationsbauten wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst, die sich teilweise der wissenschaftlichen Erforschung entziehen. Die künstlerischen Arbeiten versprechen, neben den unterschiedlichen politischen und kommerziellen Strategien besonders auch die privaten, individuellen Möglichkeiten der Umdeutung von Gebäuden und Plätzen aufzuspüren bzw. die Auswirkungen der Abrisstätigkeiten bei den Stadtbewohnern aufzuzeigen. So kann auch die zu beobachtende Sammlungstätigkeit und nicht-öffentliche Musealisierung von Relikten vergangener Systeme der öffentlichen Musealisierung von Geschichte gegenübergestellt werden.

Fragen nach unterschiedlicher Dringlichkeit und Intensität bei der Auseinandersetzung mit repräsentativer Architektur wie auch nach nationalen Besonderheiten in der symbolischen Repräsentation werden zum Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung. Dabei ist die Dokumentation als künstlerische Strategie ein probates Mittel, wobei nicht allein Vorgefundenes und Überliefertes betrachtet wird, sondern gegenwärtiges Handeln, aktuell beobachtbare Strategien und zeitliche Abläufe zu Schwerpunkten der Dokumentation gemacht werden sollen.

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